Belm · 9 km
Hof Wellbrock
Angus-Färsen, von April bis November auf der Weide an der Nette. Zweimal im Monat holen wir ein ganzes Viertel ab — von hier kommen Rib-Eye und Rumpsteak.
Musterprojekt · Beispielbetrieb, keine echten Angaben. Gestaltung und Umsetzung: Ester Software.
Wir kaufen ganze Hinterviertel von drei Höfen aus dem Umland, reifen sie selbst in der Kammer hinter dem Tresen und grillen über Buchenholzglut. Ein Verfahren, keine Auswahl.
Tisch reservierenReifen heißt warten und Gewicht verlieren. In der Kammer hängen die Viertel bei 2 Grad und 85 Prozent Luftfeuchte in ständigem Luftzug. Enzyme lösen das Bindegewebe, Wasser tritt aus, der Geschmack zieht sich zusammen. Nach 35 Tagen wiegt ein Rib-Eye rund 14 Prozent weniger als am Tag der Anlieferung. Diese 14 Prozent zahlen Sie mit.
Die Kruste, die sich dabei bildet, wird vor dem Zuschnitt abgeschnitten und weggeworfen. Was übrig bleibt, kommt an den Grill: Buchenholzglut, kein Gas, kein Sous-vide. Das Stück liegt zweimal auf, ruht zwischendurch und geht auf einem vorgewärmten Teller raus.
Wer die Kammer sehen will, fragt beim Service. Sie liegt hinter der Glasscheibe am Ende des Tresens, und wir zeigen sie gern — auch mitten im Betrieb.
„Medium“ heißt in jeder Küche etwas anderes. Bei uns heißt es 56 Grad im Kern, gemessen mit dem Einstichthermometer, bevor das Stück auf den Teller geht. Wählen Sie eine Stufe — oder nennen Sie uns die Zahl.
48 °C · Blutig — Kern kühl und tiefrot, nur die Außenseite ist gegart. Gut beim Filet, bei fetten Cuts bleibt das Fett hart.
52 °C · Englisch — Der Kern ist rot und durchgewärmt, der Saft läuft noch. Unsere Empfehlung für Filet und Chateaubriand.
56 °C · Rosa — Durchgehend rosa, das Fett beginnt zu schmelzen. Beim Rib-Eye und Porterhouse die Stufe, auf die wir hinarbeiten.
62 °C · Halb durch — Nur noch ein rosa Kern, fester im Biss. Bei stark marmorierten Cuts saftig, beim Filet schon trocken.
68 °C · Durch — Grau bis zum Kern. Sagen Sie es dem Service, wir nehmen dann ein dickeres Stück und mehr Zeit.
56 °C · Rosa — Durchgehend rosa, das Fett beginnt zu schmelzen. Beim Rib-Eye und Porterhouse die Stufe, auf die wir hinarbeiten. Zeigen Sie auf eine Stufe, um sie zu lesen.
Die Karte ändert sich mit dem Viertel. Ist ein Cut aus, ist er aus — wir schneiden nichts nach.
Rindertatar vom Filet, Kapern, Eigelb 18,00 €
90 g handgeschnitten, Brot vom Vortag
Geröstete Markknochen, Petersiliensalat 14,00 €
2 Stück mit Fleur de Sel und Sauerteigbrot
Ochsenschwanzsuppe, Sherry 12,00 €
0,3 l sechs Stunden gezogen
Rib-Eye vom Färsenrind 46,00 €
320 g 35 Tage Hof Wellbrock, Belm
Rumpsteak mit Fettdeckel 38,00 €
280 g 28 Tage Hof Wellbrock, Belm
Filet, Mittelstück 44,00 €
220 g 21 Tage Hof Steinkamp, Ostercappeln
Flat Iron aus der Schulter 32,00 €
250 g 28 Tage Hof Steinkamp, Ostercappeln
Bavette vom Bauchlappen 34,00 €
300 g 21 Tage quer zur Faser tranchiert
T-Bone 79,00 €
700 g 42 Tage Gut Kaltenhof, Bissendorf
Porterhouse für zwei 98,00 €
900 g 56 Tage am Tisch tranchiert
Tomahawk für zwei bis drei 129,00 €
1200 g 45 Tage Vorbestellung bis 14 Uhr
Chateaubriand für zwei 92,00 €
500 g 24 Tage mit Sauce Béarnaise
Short Ribs, zwölf Stunden im Rauch 36,00 €
450 g nicht gereift, geschmort und abgeflämmt
Ofenkartoffel, Schmand, Schnittlauch 7,00 €
Pommes, dreifach frittiert 7,00 €
Speckbohnen und Röstzwiebeln 7,50 €
Blattsalat, Senfvinaigrette 8,00 €
Kräuterseitlinge in brauner Butter 9,00 €
Sauce Béarnaise · Pfefferrahm · Chimichurri je 4,00 €
Knochenmarkbutter 4,50 €
Schokoladentarte, Fleur de Sel 11,00 €
Buttermilcheis, eingelegter Rhabarber 9,00 €
Alle Preise in Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Allergene und Zusatzstoffe nennt Ihnen der Service auf Nachfrage.
Wir kaufen keine einzelnen Cuts, sondern ganze Hinterviertel. Das geht nur mit wenigen Höfen, die wir kennen.
Belm · 9 km
Angus-Färsen, von April bis November auf der Weide an der Nette. Zweimal im Monat holen wir ein ganzes Viertel ab — von hier kommen Rib-Eye und Rumpsteak.
Bissendorf · 12 km
Rotbunte Altkühe mit tiefer Fettabdeckung. Das Fleisch ist dunkler und fester und verträgt als einziges die langen Reifen jenseits von 40 Tagen.
Ostercappeln · 17 km
Limousin-Kreuzungen, gefüttert mit Heu und Grassilage, kein Mais. Feinfasrig und mager — deshalb Filet, Flat Iron und Bavette.
Hendrik Brelage hat Fleischer gelernt, bei einem Metzger in Melle, und danach sieben Jahre im Einkauf einer Großküche gearbeitet. Dort hat er gesehen, wie Rinder mit 18 Monaten geschlachtet und im Vakuumbeutel verkauft werden: nass gereift, weil das schneller geht und kein Gewicht verloren geht.
2017 hat er die alte Sattlerei am Gerberkamp gemietet, die Wand zum Hinterhof aufgebrochen und mit Jannis Kortenbach die Kammer eingebaut. Das erste Rib-Eye hing 21 Tage und verlor 14 Prozent seines Gewichts. Genau darum ging es.
Heute hängen dort ständig acht bis zwölf Viertel. Was am Tier dran ist, kommt auf die Karte — und wenn das Bavette weg ist, ist es weg. Die Tageskarte hängt an der Wand und wird mit Kreide geändert.
Küchenchefin
Marit Osterkamp
Seit 2019 am Pass. Verantwortet Feuer, Garstufen und die Saucen.
Fleischermeister · Reifung
Jannis Kortenbach
Hat die Kammer mitgebaut. Entscheidet, wann ein Viertel herunterkommt.
Restaurantleitung
Sonja Wilkening
Tranchiert am Tisch und führt das Reservierungsbuch.
„Ich habe gefragt, warum das Rumpsteak 38 Euro kostet, und bekam eine Antwort über Färsen, Weidegang und Trockenverlust. Danach hat es noch besser geschmeckt.“
„Wir haben uns zu zweit das Porterhouse geteilt. Es wurde am Tisch tranchiert und dabei erklärt, welches Stück welches ist. Kannte ich so noch nicht.“
„Ich esse selten Fleisch und wollte es genau wissen. Sie haben mir die Kammer gezeigt und den Hof genannt. Das rechne ich ihnen hoch an.“
Die Küche schließt eine Stunde vor Schluss. Der letzte Tisch wird 90 Minuten vor Küchenschluss gesetzt.
Vom Hauptbahnhof sind es 14 Minuten zu Fuß: am Neuen Graben entlang nach Westen, an der Katharinenkirche links in den Gerberkamp. Die beleuchtete Reifekammer sehen Sie von der Straße aus.
Mit dem Bus fahren die Linien 21 und 22 bis zur Haltestelle Hasetor, von dort sind es 300 Meter. Das Parkhaus Ledenhof liegt 200 Meter entfernt und hat ab 18 Uhr freie Plätze. Der Eingang ist stufenlos, die Toiletten liegen im Erdgeschoss.
Ab sechs Personen rufen Sie uns bitte an — für große Runden legen wir die Viertel anders ein. Tomahawk und Chateaubriand bestellen Sie bis 14 Uhr am selben Tag vor.
Mittwoch bis Sonntag ab 15 Uhr erreichbar. An Ruhetagen läuft der Anrufbeantworter, wir rufen am Mittwoch zurück.